Friedrich-August-Moschütz-Orgel Schlenzer

Die Ausführung der Restaurierung der größten erhaltenen Moschütz – Orgel richtet sich nach den Erkenntnissen unserer Orgelbesichtigung vom 20.04.2018.

Auf Grund der defekten Windanlage und des nicht vorhandenen Orgelgebläses, konnte das Instrument technisch und klanglich nicht überprüft werden. Zur Sicherheit wurden alle Arbeiten vollumfänglich eingeplant, so dass keine unliebsamen Überraschungen bezüglich des Arbeitsumfanges passieren sollten.

Vor einigen Jahren wurde das Instrument gereinigt und gegen den aktiven Holzwurmbefall behandelt. Zurück blieb neben der Tatsache, dass der Holzwurm noch aktiv ist, eine glänzende Schicht eines uns unbekannten Holzschutzmittels auf sehr vielen Bauteilen und Holzpfeifen der Orgel. So ist der Schaden größer als der Nutzen dieser Aktion zu bewerten. Diese lackähnliche Schicht wird bei den Restaurierungsarbeiten wieder entfernt. Der Aufwand ist sehr mühsam und kostspielig.

Der technische Zustand, des solide gebauten Orgelwerkes, ist stark restaurierungsbedürftig. Insbesondere die Ton- und Registertraktur und die Windladen bedürfen einer umfassenden Restaurierung. Auf die defekte Windanlage wurde eingangs schon hingewiesen. Das gesamte Pfeifenwerk, aus Holz- und Metallpfeifen bestehend, ist ebenfalls von guter Qualität und bedarf der vollumfänglichen Restaurierung sowie teilweisen Ergänzung nach Originalvorbild. Die nicht mehr vorhandenen Prospektpfeifen aus Zinn (derzeit aus Zink) werden originalgetreu rekonstruiert.

Disposition

I. MANUAL C – f³

1. Principal 8'
2. Octave 4'
3. Bordun 16'
4. Gedackt 8'
5. Mixtur 2-3fach 2'

II. MANUAL C – f³

6. Flauto 8'
7. Aeoline 8'
8. Flauto 4'

PEDAL C – d¹

9. Choralbaß 4'
10. Octavbaß 8'
11. Subbaß 16'