Orgelprojekt Königsberger Dom/
Kaliningrad

Bereits zur Einweihung des Doms im Jahre 1333 wird eine „sich auf den Letter befindende Orgel“ erwähnt. Eine zweite Domorgel ist in einer Broschüre aus dem Jahr 1928 genannt, die bis 1587 ihren Dienst dort tat. Ein drittes, sehr stattliches Instrument bestand von 1587 bis 1721. Den Angaben nach verfügte das Instrument über ein Oberwerk mit 16 Stimmen, ein Rückpositiv mit 18 Stimmen, ein Brustpositiv mit sieben Stimmen und ein Pedal mit 18 Stimmen. An Nebenzügen sind acht Nebenregister aufgeführt. Die von diversen Abbildungen bekannte Orgel mit ihrem prächtigen Prospekt wurde in den Jahren 1718–1721 von Johann Josua Mosengel (1663–1731) errichtet. Bei seiner demzufolge 1721 eingeweihten Orgel handelte es sich um ein großes dreimanualiges Instrument mit einem Hauptwerk mit 17 Registern, einem Oberpositiv mit 14 Registern, einem Brustpositiv mit sieben Registern und einem Pedal mit 20 Registern.

Es folgten insgesamt fünf Umbauten der Orgel. Adam Gottlob Casparini (1715–1788) setzte das Werk Mosengels ab 1742 fort. Dessen Orgelbaugeselle Johann Preuss (1722–1798) sowie Casparinis Schüler Wilhelm Braveleit (?-1795) werden ebenfalls als Orgelbauer am Dom erwähnt[4], bis 1888 die Orgel von Max Terletzki gänzlich umgebaut wurde.
In den Jahren 1928/1929 entstand hinter dem barocken Prospekt einschließlich der Prospektpfeifen von Mosengel ein völlig neues Instrument der Firma P. Furtwängler & Hammer. Diese Orgel erhielt drei Manuale und Pedal mit insgesamt 64 Registern und pneumatischen Trakturen.[5]

Die heutigen Orgeln des Königsberger Doms wurden in den Jahren 2006 und 2008 von dem Potsdamer Orgelbauer Schuke erbaut, in dessen Auftrag wir Holzpfeifen bis offene 16-Fuß-Länge gefertigt haben. Beide Instrumente (insgesamt 122 Register) weisen identische Spieltische auf, wobei auf elektrischem Wege von jedem Spieltisch auch das jeweilig andere Instrument bespielt werden kann, was für Duobesetzungen (zwei Organisten) vorteilhaft ist.

Unser Anteil

Auf Anfrage der Firma Schuke, Werder haben wir 2007 folgende Register hergestellt:

1. Violonbass 16'
2. Kontrabass 16'
3. Bordun 16'
4. Gedackt 16'
5. Doppelgedackt 8'
6. Holzflöte 4'