Bittner-Hoffman-Orgel Bischberg

Informationen:

Das historische, einmanualige Instrument von Orgelbauer Bittner aus dem Jahr 1859, wurde durch die Firma Hoffman 1979 im Stile des Neobarock umgebaut und von 9 auf 21 Register erweitert.
Nicht nur die klanglichen, sondern auch die technischen Gepflogenheiten dieser Zeit wurden beim Umbau angewendet.
Die Tontraktur erhielt nur teilweise Abstrakten aus Holz, die damals üblichen Aluminiumdrähte arbeiten sehr stark in der Längsausdehnung und die Drehpunkte an Wellenbrettern und Winkelbalken wurden mit Kunststofflinsen versehen. Dadurch ist die Traktur unpräzise (schmiert) und reagiert zu stark auf klimatische Schwankungen im Kirchenraum. Die Registertraktur arbeitet Großteils mit Metallteilen, wirkt ausgespielt und bedarf einer tiefgreifenden Sanierung. Die Windladen bleiben in der äußeren Konstruktion erhalten und werden technisch im Kern auf den neuesten Stand gebracht. Die Windlade von Bittner wird nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten saniert. Das Gebläse ist verbaut im Untergehäuse untergebracht und ist im Falle der Erweiterung der Orgel zu schwach in der Leistung bemessen. Die den Windladen vorgeschalteten Bälge müssen für den zukünftigen stabilen Wind grundlegend überarbeitet werden. Die flexiblen Windleitungen werden auf Grund des beengten Gehäuses erhalten bleiben und können aus heutiger Sicht nicht durch Holzkanäle ersetzt werden. Bei den Arbeiten ist geplant, dass die äußere Hülle des Instruments in den jetzigen Abmessungen unverändert bleibt. Schwerpunkt wird die klangliche Aufarbeitung des Pfeifenmaterials von 1979 und die umfassende Restaurierung der klanglichen Substanz von Bittner 1859. Beim Material von 1979 müssen, durch die geplante Anhebung des Winddrucks, alle Parameter für einen ausgewogenen und belebenden Klang neu berechnet und angewendet werden. Dabei können wir uns gut vorstellen, die neobarocken Register klanglich nach der Bärmig – Orgel von 1859 (II/37) in St. Georg zu Schöneck im Vogtland umzuarbeiten. Die historischen Register von Bittner befinden sich zum Großteil in sehr schlechtem Zustand. Hier muss mit viel Akribie und Einfühlungsvermögen das Material restauriert und wo erforderlich (zu stark beschädigte Pfeifen) originalgetreu nachgebaut werden. Nachlässigkeit führt hier zum klanglichen Misserfolg. Nachfolgend möchten wir Ihnen unser Konzept für diese Arbeiten vorstellen und hoffen auf Ihr uneingeschränktes Interesse.

Disposition

I. MANUAL C – g³

1. Principal 8'
2. Rohrflöte 8'
3. Octave 4'
4. Waldflöte 2'
5. Trompete 8'
6. Sesquialtera 2fach 2 2/3' 1 3/5'
7. Mixtur 4-5fach 2'

II. MANUAL

8. Principal 4'
9. Mixtur 3fach 1 1/3'
10. Superoctave 2'
11. Flöte 4'
12. Gamba 8'
13. Gedackt 8'
14. Hohlflöte 8'
15. Solicional 8'

PEDAL C – f¹

16. Oktavbaß 8'
17. Subbaß 16'
18. Choralbaß 4'
19. Gedacktbaß 8'
20. Fagott 16'
21. Rauschbaß 4fach 2 2/3'

neue Zusatzlade

22. Violonbaß 16'
23. Posaune 16'

Koppeln

24. Manualkoppel II/I
25. Pedalkoppel I/P
26. Pedalkoppel II/P

Nebenzüge

27. Tremulant neu zu konzipieren im Hauptwerk